Die zweite Runde der Fokusgruppensitzungen, die im Mai und Juni 2019 stattfand, umfasste eine Gruppe von sechs Migranten und eine Gruppe mit sechs Teilnehmern, die in abgelegenen/ländlichen Gebieten leben. Die meisten von ihnen haben bereits an der ersten Runde der Fokusgruppensitzungen teilgenommen. LuxMobility organisierte zusammen mit einem Moderator/Übersetzer die ersten Fokusgruppen mit sechs Migranten, denen unter anderem die Mobilitätslösung Fietsmeesters vorgestellt wurde, ein Trainingsprogramm für Radfahrer, das das Ziel hat, Teilnehmer ein sichereres Radfahren zu ermöglichen durch die Organisation von Workshops an Schulen und praktischen Radfahrstunden.  Bei der zweiten Mobilitätslösung handelt es sich um das „Welcome Ticket“, ein spezifisches Programm, das es Flüchtlingen ermöglicht, in einer ersten Phase kostenlos öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Später bietet es einen deutlichen Rabatt auf den Monatstarif.

Diese Fokusgruppensitzungen folgten der ersten Runde der Fokusgruppensitzungen, die im Herbst 2018 stattfanden, um die wichtigsten Mobilitätsbedürfnisse und -probleme aufzuzeigen.

In dieser Runde ging es darum, einige der bereits bestehenden innovativen Mobilitätslösungen vorzustellen und deren potenzielle Auswirkungen auf die Mobilitätsgewohnheiten der verschiedenen sozialen Gruppen zu verstehen. Die Mobilitätslösung von Fietsmeesters wurde als nützlicher Service bezeichnet, allerdings würden die Teilnehmer diesen Service nur nutzen, um bei Bedarf zu lernen, wie man ein Fahrrad fährt. Sie sehen es jedoch nicht als notwendig an, das Fahrrad in Luxemburg zu benutzen. Im Allgemeinen wurde es jedoch als ein gutes Integrationsinstrument für Flüchtlinge/Migranten angesehen. Für die Mobilitätslösung "Welcome to Berlin" Ticket war es interessant zu sehen, dass die Teilnehmer weiterhin ein ÖPNV-Ticket kaufen würden, auch wenn sie in Luxemburg ein kostenloses Jahresfahrticket erhalten. Allerdings sollte das Ticket zu einem reduzierten Tarif angeboten werden. Darüber hinaus ist es, wie bereits oben erwähnt, ein gutes Integrationsinstrument.

Während der Fokusgruppensitzungen mit Personen die in abgelegenen Gebieten leben, in diesem Fall Teilnehmer die während der Woche täglich die Grenze überschreiten um von ihrem Wohnort zu ihrem Arbeitsort in der Stadt Luxemburg zu pendeln, wurden die folgenden Mobilitätslösungen vorgestellt: Bummelbus, eine Kombination aus einem Sozialprojekt und einem Mobilitätsdienst, der Tür-zu-Tür-Fahrten mit Minibussen auf Abruf anbietet, und Boleia, eine Fahrgemeinschaftsplattform. Die Teilnehmer gaben an, dass der Bummelbus-Service aufgrund eines flexibleren Zeitplans besonders für Kinder und ältere Menschen nützlich sein würde, die nicht an bestimmte Arbeitszeiten gebunden sind. Auch der Service Boleia wurde als nicht flexibel genug angesehen, vor allem wenn man sich an bestimmte Arbeitszeiten halten muss. Darüber hinaus sind die meisten Teilnehmer der Meinung, dass Fahrgemeinschaften nicht vertrauenswürdig und nicht sicher sind.

Date: 
Tuesday, August 13, 2019

2. Fokusgruppensitzungen zur Mobilität mit Migranten und Personen die in ländlichen Regionen leben

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